Auch Angehörige sind betroffen

Die Diagnose Multiple Sklerose ändert vieles – für die Erkrankten selbst und manchmal auch für ihre Angehörigen. Denn je nach Schweregrad der Erkrankung kommen ungeahnte Hürden im Alltag auf die Betroffenen zu, die sie oft alleine nicht überwinden können. Häufig werden sie dann von Angehörigen unterstützt, die ihnen mit Betreuung und Pflege zur Seite stehen.

Diese neue Rolle ist in der Regel für beide Parteien nicht einfach und bringt Tag für Tag neue Herausforderungen mit sich. Es gilt die Balance zu finden: Für den Betroffenen zwischen der Annahme von Hilfe und der gleichzeitigen Bewahrung der Selbstbestimmung, für den betreuenden Angehörigen zwischen der umfassenden neuen Aufgabe und den so nötigen eigenen Freiräumen. Es ist wichtig, dass beide Parteien ihre eigenen Grenzen schaffen: Dass Betroffene im Rahmen ihrer Möglichkeiten ihren Alltag selbst gestalten und dass Angehörige auch ohne schlechtes Gewissen einmal Nein sagen können. Wichtig ist es, gemeinsam Lösungen zu finden, wie diese Herausforderungen von beiden Seiten gemeistert werden können.
Darüber hinaus sollte auch genügend Raum für eine gute Beziehung zueinander bleiben. Beratende Gespräche mit erfahrenen Psychologen und Therapeuten können hier hilfreich sein.

Die DMSG-Ortsvereinigung Köln und Umgebung bietet Angehörigen Unterstützung und Beratung im Einzelgespräch oder auch im Austausch mit anderen Angehörigen an.

Wir haben einen Kontaktkreis für junge Angehörige, die sich mit den Themen Partnerschaft und Familienleben mit MS-Erkrankten auseinander setzen. Und wir haben einen Kontaktkreis für "ältere Semester" – wobei das hier flexibel definiert ist.
Hier können Sie sich mit anderen Betroffenen austauschen und lernen, mit der neuen Situation umzugehen.
Bitte melden Sie sich unter 0221 690 99 54 oder per Email an info@dmsg-koeln.de, wenn Sie Interesse an diesen Gruppen haben. 

Wenn sie sich lieber eins-zu-eins austauschen möchten mit einer anderen Angehörigen, dann ist vielleicht ein Beratungsgespräch mit einer unserer "Betroffenen Beraterinnen" etwas für Sie. Weitere Informationen hier

Für Eltern eines erwachsenen Kindes mit MS empfiehlt sich z.B. die Broschüre "Mein erwachsenes Kind hat MS".

Auch der Gesetzgeber bietet in vielen Fällen pflegenden Angehörigen Unterstützung an – sei es durch Zuschüsse, Urlaubsvertretungen, Versicherungsleistungen oder Pflegekurse. Detaillierte Informationen gibt es unter: www.bundesgesundheitsministerium.de

Hier unsere Links zu verschiedenen Anbietern von Pflegekursen:

https://cura-koeln.de/pflegeberatung/pflegekurse-angehoerige-nachbarn-freunde.html

https://www.hildegardis-krankenhaus.de/patienten-und-besucher/beratung-und-hilfe/unterstuetzung-fuer-angehoerige

https://www.vinzenz-hospital.de/pflege/pflegekurse-und-trainings

http://www.antonius-koeln.de/Familiale_Pflege.htm